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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
132
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Kurze Zeit darauf erschien der Admiral von Vil-lars Key Hofe mit einem Gefolge von mehr als hun.dert Edelleuten, worunter einige von dem ersten Adelin Frankreich waren, und ließ alle die andern Großenweit hinter sich zurück. Aber man vergaß bald diePracht seines Hauses und den Glanz seines Aufzuges,um nur seine Großmuth und seine Bescheidenheit zubewundern, welche in der That die wahren Reichlhü-wer eines Mannes sind, ob sie gleich nur selten sichmit dem erstem zusammen finden. Er trat mit einemzu gleicher Zeit edlen und ehrerbietigen Anstand zu demKönig, und warf sich ihm zu Füßen. Heinrich, durchdiese Stellung in Verwirrung gesetzt, hob ihn schnellwiederauf;Herr Admiral," rief er, ,,diese Demü-thigung kömmt nur Gott allein zu." .Um ihn zu- Wzgleich eben so hoch zu heben, als er sich selbst erniedrigte, Mifieng er an die Hofleute mir Villarö großen Thacen zu M!unterhalten, und dieß mit einer feinen Unterscheidung,welche ihnen noch einen neuen Werth zu geben schien. jWjDer Admiralsuchte den Skrohm dieser LobeSerhebun« Mgen durch die Versicherungen seiner Ehrfurcht und Er« «gebenheit zu unterbrechen; und als er den Herzog vonMontpensier in der Versammlung erblickte, eilte er aufihn zu, faßte seine Hand, küßte sie und nannte ihn sei- Wnen Vorgesetzten, indem er zugleich seine Stelle alsunmittelbarer Statthalter von Rouen niederlegte. Er;that dieß mit einer so guten Art, daß der Herzog, der ,,ihn erst etwas frostig empfangen hatte, von seinerGroßmuth gerührt, ihn verschiedne male nach einander ^umarmte und von dem Augenblick an ihn unter seine , ^innigsten Freunde aufnahm.

Auch die Monathe April und May giengen noch ^damit hin, daß der König und sein StaatSrath die ^Abgeordneten der verschiedne» Städte, und die Gou«

ver-