ruhte ich von diesen Beschwerden aus; so bald ich an«kam legte ich mich in ein sehr gutes Bette, und erwar-tete Medavy, welcher erst um Mittag «inrrcffen sollte.Er betrug sich Anfangs nach der gewöhnlichen Idee,-aß bey solchen Gelegenheiten der Kleinste das Rechthat, sich zehnmal so wichtig zw machen, als er ist. Me«-avy spielte seine Rolle vortrestich,. mit der Mine desfalschen Mißtrauens und einer angenommnen Ueberle«genheit, womit er sehr weit zu kommen glaubte. Ichmachte das Gegenstück zu seiner Eitelkeit durch eineFreimüthigkeit, die ihn aus der Fassung brachte. Ichsagte ihm grade zu, wenn er wartete bis die Städteihren Vergleich gemacht hätten, so würde sein Opfermehr als die Halste von seinem Werth verliehrcn, daer nichts als Verneuil anzubiethen hätte, und vielleichtwürde man ihn nachher gar nicht mehr anhören wollen,noch ihm irgend etwas zugestehen. Meine Aufrichtig«keit zwang ihn es auch zu seyn, er zeigte sich billigerund wir wurden bald eins. Er barh mich nur, dieSache nicht eher als mit dem Ende des März bekanntzu machen, weil er dem Herrn von Villarö versprochenhätte, nichts ohne seine Theilnehmung zu thun. DeSsPortes mußte auf sein Geheiö mit mir nach Rouen ge«he», um dem Gouverneur diese Achtung zu bezeigen,und zugleich zu sehen, ob ich mit Villarö zu Ende kom-men würde, weil der Uebergang desselben den seinigengewisser Maaßen nothwendig nach sich zog.
Den folgenden Tag nahm ich mein Nachtquartierzu Louoiers, und ließ dem Admiral von Villars meineAnkunft wissen, welcher den Kapitän seiner Leibwacht,-'Isencourr, abschickce, mich am Thore zu empfangen.Ich-gieng ;ezt nicht mehr in Geheim, sondern öffentlichund mit einer Art von Pomp in die Stadt. DaSVolk erfüllte die Straßen, und die Hsfnung eines Frie«