98
das ick nickt vorher überdacht hätte, thak ihre Wirkung»Alle drey fiengen an einzuräumen, daß sie hätten andershandeln können, und sich unter einander über den Rath,daß man diese Sacke so ganz ohne zu fragen hättedurchsetzen wollen, Vorwürfe zu machen. Ich harkeauf diesen Augenblick gewartet, und ergrif ihn, umihnen zu erkennen zu geben, ich glaubte, dies; Uebel seyleicht zu verbessern. Der König sey von Natur-gürigund vergesse leicht das Vergangne, es käme also nurdarauf an, ein ganz entgegengesetztes Betragen gegen -ihn anzunehmen. Sie müßten ihn aufsticken, den An-schein haben, als ob sie ganz allein von ihm abhiengen,und ihn völlig über ihre Personen gebierhen ließen»Sie müßten endlich, und dieß wäre der Hauptpunkt,ihm die schriftliche Eheversicherung aufopfern, die sie ,einander gegeben hätten, weil diese ihn am meisten auf-gebracht hätte, und sich kein Bedenken daraus machen,ihm die Erklärung, und selbst schriftlich, zu thun, daßsie versprächen, einander nie ohne seine Einwilligung zuheirachen. Ich glaubte ihnen versichern zu können, daß,wenn sie von ihrer Seite diese Gefälligkeit gegen ihnhätten, nicht drey Monathe hingehen würden, ohnedaß sie ihn selbst ihren Wünschen zuvorkommen, undihre Verbindung beschließen sehen würden.
E
W
kB
hm
Sie glaubten mir leicht, und die Aufopferung des HUEhversprechenö wurde sogleich beschlossen, vielleicht weil ^sie diese Schrift für unnütz hielten, solange der König, ^der jezt unumschränkt in seinem Reiche wurde, sie nicht ^gutl hieße. Die Gräfin von Guise sagte, sie habe siein Bear» gelassen, und übernahm es, sie unverzüglich Da!herzuschaffen. Aber mit der Erklärung, die ick nach- bchher verlangte, Hielt es schwerer, und ohne sie half es im ^Grunde zu nichts, wenn ich die Schrift zurück nahm, ^
weilssiej sie nach ihrem Gefallen wieder aufsetzen konn- ÄW
ten