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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
94
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xedtiamkeit nickt im Stande wäre, ihr die Ansichten desKönigs mit ihrer Person angenehm zu macken. Mitwelckem Anschein kann man einer Frau, und einer Prin-zessin, den Vorschlag rhun, einem geliebten Liebhaberzu entsagen, um sich einem Andern hi'Nzugeben, den siehaßt? Es blieb mir also nichts übrig, als sie zu hinter-gehen. Darüber sa re ich nun zu mir selbst, daß wennmein Betru,. auch ihrem Herzen wehe thun müßte, sogeschehe er doch wenigstens zu ihrem Vorkheil, und umdie Unglücks?alle abzuwenden, welche die Unregelmäßig-keit ihres Betragens dem Reiche und der Person desKönigs selbst zuziehen könnte: daß ich durch eine un-schuldige Lift sie nur hinderte, ihr Glück und die Freund-schaft ihres königlichen Bruders zu verscherzen. Unge-achtet alles des Scheinbaren dieser Gründe konnte ichaber doch nicht umhin, zu gestehen, yaß ich nicht rechtredlich handelte, und diese Idee bekümmerte mich. Wennich mich dazu entschloß, so war es bloö wegen der Un-möglichkeit auf eine andre 'Art zu meinem Zweck zukommen, und weil ich hoffte, daß ich eines Tages vonihr selbst Verzeihung dafür erhalten würde, indem ich»sie überzeugte, daß ich ihr dadurch einen wesentlichenDienst geleistet hätte. In Ansehung des Grafen wardie Achtung, die ich seiner Person schuldig war, fürnichts zu rechnen, sobald sie mir dem öffentlichen Nutzenund mit dem, waö der Dienst des Königs von mir for-derte, im Widerspruch stand; außerdem auch hakte ichnicht grade zu mit ihm zu chun, und meine Anhänglich-keit an ihn war auch nicht besonders stark. Diese ganzeSache hat mir in der Folge vielen Verdruß zugezogen,dessen ich d- ch, dünkt mich, durch meinen Widerwillenund meine Skrupel, sie zu übernehmen, hätte sollenüberhoben seyn.

Eine andre Schwierigkeit stellte sich mir nachhernoch vor. Wiö jezc war ich nur selten zu der Prinzess

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