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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
91
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neuerlich durch ihre Mitbuhkerschaft um dieselben Wür-den, dieselben Statthalterschaften und auch um dieselbeGeliebte, die Schwester des Königs, noch vermehrtworden war. Der Herzog von Montpensier war ohneZweifel der, den der König am liebsten, und den auchdas Glück am meißten begünstigt hatte. Seine Gü-ter waren unermeßlich. Er erschien bey der Sab ungmit einem Gefolge von 4 bis 50s Edelleucen; unter-deß sein Nebenbuhler kaum zehn bis zwölfe unterhaltenkonnte. Aber dieser hakte in einem Punkt den Vorzugvor ihm; darin nehmUch, daß, so arm er war, ohneAmt, ohne Statthalterschaft, und von dem König un-gern gesehn, hauptsächlich seit seiner Ausflucht vonRouen, er doch das Herz der Prinzessin besaß, die nichtsgegen ihn hatte verändern können. Die Gräfin vonGuiche war ihre Vertraute und ihre gemeinschaftlicheBothschafterin , wenn sie einander nicht sehen konnten.Sie hatte diese Verbindung so zu erhitzen gewußt, daßbeide ein HeirarhSversprechen unterzeichnet hatten, andessen Ausführung sie allein durch tue Schwierigkeitender Zeit gehindert wurden.

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Seine Majestät wünschte so sehnlich diese beidenPrinzen von seinem Geblüt aussöhnen zu können, daßdiese Rücksicht die auf den Vergleich mrcVillarS über-wog. Weder meine Vorstellungen, noch die Gefahr,die ich ihm bey der Verzögerung bemerken ließ, wurdegeachtet; und ich mußte mich entschließen, diese schwereAussöhnung gemeinschaftlich mit dem Bischof von >Lv-reux zu unternehmen, den der König gleich Anfangsdazu bestimmt hatte, den er aber nicht cuchng fand,eine so misliche Sache allein zu Stande zu bringen.Es ist wahr, daß ich mir immer einen großen Anrheilan dem Vertrauen des Grafen erhalten harre aber ichkannte seinen hochmürhigen und verachtenden Ge»st, der

ihn