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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
90
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diese waren Tavferkeit und grade Rechtschaffenheit. Dieerste giebc dem Herzen Hoheit, Großmuth und einenedlen und natürlichen Stolz, der nichts anders ist, alsdas Gefühl eignen Werths, welkes eben so weit vonalberner Eitelkeit als von der Affectation, -.sich in einerthörichten Bewunderung seiner sel st zu vermehren, ent»fernt ist. Die andre macht aufrichtig und wahr, un-fähig zu Kunstgriffen und zur List, und bereit derVer-nunft und Billigtest nachzugeben. Wer beide vereinigt,har selten einen andern F'hler als die Schnelligkeiteiner ersten Aufwallung des Zorns. So war VillarS,und man w«rd dieß in allem, was ich noch von ihmzu sagen habe, bestätigt finden. Die Nacur hatte ihnnicht geschaffen, um lange der Feind eines Fürsten zuseyn, mit dem er so viele Gleichförmigkeit desG-mütpshatte. Der einzige Unterschied zwischen ihnen be fanddarin, dafi Heinrich durch beständiges Nachdenken überdie W rkungen des Zorns, durch die Erfahrung langerWiderwärtigkeiten, durch die Nothwendigkeit, sich Ln»Hänger zu machen, und endlich durch die Natur einesweichen Herzens diese ersten aufbrausenden Ausbrüchein bloße Bewegungen verwandelt hatte, die sich aus sei-nem Gesicht, in seinen Gebärden, und seltner inseinenReden auödrückten.

Ich kam zu dem Könige, um ihm Bericht vonmeiner Neffe a zustatten, und ihn umVollmachr zu bit-ten, als er eben zu Eharrres eingetroffen war, welchenL,rt er zu seiner Salbung bestimmt hatte. MeineAb-fich. war, gleich wieder abzureisen,. und ich erwartetega nicht, daß ich zepn bis zwöls Lage bey ihm würdeartige-, alten werden. Dieß geschah wegen einer Ausloh-nung zwstchen dem Grafen von Solstons und dem Her-zog von Montperffier, deren Feindschaft über ihreRang-stremgkesten als Prinzen von Geblüt entstanden und

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