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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
89
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Außerdem, daß die Gouverneurs der vornehmsten kö-niglichen Städte in der Gegend von Rouen nichtwürden ermangelt haben, aus Eifersucht und Eigen-nutz die Unterhandlung zu stöhren und vielleicht eSnoch schlimmer gemacht hätten (wie sie wirklich thaten,sobald sie nur etwas davon vermuthen konnten); sowaren auch in dieser Gegend veeschiedne ligistische undfremde Truppen, deren Villarg nicht ganz Herr war,und es wäre ihnen leicht gewesen, sich in kurzer Zeit insolcher Menge vereinigen, daß sie ihm seinen Entschlußhätten können bereuen machen.

Ich brachte fünf ganzer Tgge eben so heimlichim Fort Saince Catherine zu, und harre fleißige Un-terredungen nnlVillarS. Wir berührten die vornehm-sten Punkte, worauf er sich vergleichen wollte. DerEigennutz machte hier nicht die größte Schwierig!eit.Er suchte weniger, lohnsüchtige Absichten zu befriedigen,als sich zu überzeugen, daß der König, indem er mitihm in Unterhandlung trat, nicht sowohl die Hauptstadteiner Provinz gewinnen, als vielmehr sich einen Mannverbinden wollte, der eben so viel Neigung als Talent,ihm gut zu dienen, bey sich fühlte. Man hac schonoben gesehen, wie Villarö von dem König dachte. So-bald als meine Reden ihn in dieser Gesinnung bestärkthatten, konnte ich den Vergleich, als schon weit vor-wärts gekommen, betrachten; noch weiter konnte ich da-mals nicht gehen, weil ich nicht schriftlich die nöthigenVollmachten hatte, um ganz abzuschließen.

Um aber meine Leser völlig mit dem Charakterdieses Mannes bekannt zu machen, muß ich noch einigeZüge hinzu thun. Alles, was man an ihm sähe, har-te entweder Beziehung auf die eine oder dis andre derbeiden hrrrschenden Eigenschaften seines Charakters,oder wurde durch ihre Mischung hervorgevcachc; und

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