nur mit Einem von uns, besonders mit mir, sprach.Die Furcht, ich möchte ihn zu seinem ersten Glaubenzurück ziehen, rührte sie weit weniger als ihre Einbil-düng, daß ich ihn in diesen Unterredungen zu bewegensuchte, ein Mittel gegen die Mißbräuche der Staatsver-waltung, und vorzüglich gegen die Unordnung der Fi-nanzen ausfindig zu machen. Heinrich, der sich nochnicht auf dem Fleck sah, wo er als Herr hätte sprechenkönnen, war so nachgebend, jede besondre Unterredungmir den Hugenotten zu vermeiden. Er fieng seine Con-ferenzen über die Religion mir den Katholiken alleinwieder an, und setzte sie zu Andresy und Milly fort.Ich ergriff diese Gelegenheit, ihn umErlaubniß zu einerReise nach Bontin zu bitten, wo ich für 5 bis 6,000Thaler Getreide zu verkaufen hatte. Der König ge-stand sie mir zu und sagte mir zugleich, bey meinerRückkunft würde er vielleicht in seinen eignen Angele»^genheiten Heller sehen, und mir a-Sdann mehr davonsagen können.
Ich kam mit meiner Gemahlin zu einer Zeit nachDontin, wo alle Lebensmittel sich sehr gut verkauften.Alle große Städte eilten, sich den Waffenstillstand zuNutze zu machen, um auf alle Falle ihre Magazine an-zufüllen, und bezahlten mit dem Gelde, welches dieSpanier überall auögetheilt hatten. Die SpanischenPistolen waren damals so gemein, daß sie die gewöhn-lichste Münzsorte im Handel wurden.
Kaum hatte ich nur die Hälfte meines Getreidesverkachr, so rufte ein Brief des Königs von Fontaine-bleau mich wieder zu ihm. Er hatte in meiner Abwe-senheit drey Briese, die an mich emgelauien waren, er»brochen, ohne daraus etwas verstehen zu können. Zweyderselben, der line von der Frau von Simiers, Vitry'sSchwester, und einer großen Freundin des Admirals