welcher seiner Seits ihn noch mit mehrEhrenbezeugun-gen überhäufte, als er verlangt halte. Dieß hatte völ-lig die Wirkung, welche die Spanier gewollt hatten;man glaubte auf einige Zeit in England und in Deutsch,land, daß Heinrich die Freundschaft des Königs vonSpanien gesucht, und sein Bündniß mit den prcresran.tischen Mächten gebrochen hätte. Dieß hätte in derThal einen öffentlichen Bruch nach sich ziehen können,wenn nicht der König schnell zuvor gekommen wäreund sie von dem Gegentheil überzeugt hätte.
Ein leztes Hülsömittei, worauf man bey derLiguerechnete, und weswegen man immer den Vergleich unddie Entfernung der Spanier verschob, war der schreck-liche Entschluß, den König zu ermorden, welchen sieeiner kleinen Anzahl tollkühner Menschen hatte einzu-flößen gewußt, nachdem sie ihnen durch die Lockungeines großen Gewinstes, wenn es glückte, und durchdieHofnung einer Märtyrerkrone zum Lohn einer so ver-dienstlichen Handlung, wenn sie dabey unglücklich wä-ren, den Kopf verdreht hatte. Die Natur empörtsich so heftig, wenn sie die, die sich rühmten, dieStützen der Religion zu seyn, von dem, was bey ihrdas Heiligste ist, einen so abscheulichen Mißbrauchmachen sieht, daß man diesen Zug aus allen Geschieht«büchern auölöschen müßte, wenn man nicht gewiß wäre,daß es Lästerung seyn würde, einer von denen Religionen,die sich Christliche nennen, Schuld zu geben, sie könneeine solche Absicht gut heißen. Man kann ohne Ver-brechen weder eine ganze Gesellschaft, noch einen einzel-nen Mann derselben beschuldigen, wenn man nicht diedeutlichsten Proben hat.
Der König erhielt deren nur zu viel auf den Rei«sen die er, nachdem er St- Denis verlassen hatte, nachChalonS an der Marne, der Vestung Gournay, Brie-
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