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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
79
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hören wollte, so sagte ich ihm ohne Umschweif, weil erv)n einem sehr verdächtigen Orte käme, so würde er dieEhre, bey Seiner Majestät zur Audienz gelassen zuwerden, dadurch ert'auffen müssen, daß er sich einige,vielleicht ein wenig demüthigende Vorsichten.gegen seinePerson gefallen ließe. Er fand nichts zu hart. Ichbegann also erst selbst, ihn zu durchsuchen; sodann ließich dieß noch einmal durch zwey von meinen Kammer-dienern verrichten, von denen besonders der Eine, derein Schneider war, seine Sachen vortrefiich machte.So wie er in das Zimmer des Königs getreten war, ließich ihn niederknien, und hielt seine beiden Hände in denmeinigen. Er setzte zu den Vorschlägen, die er schonbey mir gethan hatte, nichts hinzu; aber er sprach in soscheinbaren und prächtigen Ausdrücken von dem Bünd-niß beider Höfe, daß der König, der ihm Anfangs kaumzuhörte, sich doch Hinreißen ließ, den Vorschlag zu bil-ligen, den er ihm that, einen sichern Mann an DonBernardin vonMendoza selbst zu schicken, um von dem-selben zu erfahren, ob er auf die Wahrheit von allem,was Nugn<ös ihm gesagt hatte, rechnen könnte.

Diese Gesandschaft, der man ein geheimnißvollesAnsehn geben konnte, wollte mir nicht recht gefallen;noch weniger aber die Wahl deöKönigs, der la Varen-ne dazu bestimmte, einen von Eitelkeit aufgeblähtenMenschen. Ich trug Heinrichen mein Bedenken vor,aber er glaubte allen Anschein einer Verbindung undUnterhandlung mit Spanien dadurch zu vermeiden,daß er la Varenne gar nichts schriftliches mitgab, unddie Berichtigung einiger Grenzen an der SpanischenSeite zum Vorwand der Reise desselben dienen ließ«Aber kaum war la Varenne abgefertigt, so fieng er anmit seinem Auftrag sich zu brüßcen, spielte den Ambas-sadeur, und ließ sich auch so von Mendoza empfangen,

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