Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76

Name der Ligue setzte ihn in Zorn. Die ligistisch«,.Katholiken hatten sich eingebildet, daß seine Abschwö-rung sie berechtigte, in verschiednen von ihnen abhängj«.gen Städten die den Reformirten günstigen Edicteauf-zuheben; aber der König ließ sic wieder einführen, undobgleich jeno an einigen Orten dazu die Einwilligungder Hugenotten selbst erhalten hatten, weil diese ent-schlossen waren, um jeden Preis den Frieden zu erkauf-fen, so kassicte Heinrich doch, weil die protestantischePartey darüber unzufrieden war, dieß ganze Verfahren,und bezeugte, daß seine Absicht sey, die Waage durch-aus gleich zu erhalten.

Da der Herzog von Mayenne sah, daß seine lezteHülfsquelle, die er für unfehlbar gehalten hatte, ihmso wie alle andern fehlgeschlagen war, so setzte er Keyseinen alten Freunden, den Parisern, seinen Rest aussSpiel, und suchte aus alle Art ihren aufrührerischen Geistzu erwecken. Aber weit entfernt, daß es ihm geglücktwäre, konnte er die Ausbrüche ihrer Freude über das,was zu Saint Denis geschehen war, nicht einmal ver-hindern. Sie sprachen öffentlich, und sogar in seinerGegenwart vom Frieden. Er hatte den Verdruß zuhören, daß man darauf anrrug, Abgeordnete an denKönig zu schicken und um einen Stillstand von sechsMonathen anzuhalcen, und er wurde gezwungen, seineEinwilligung dazu zu geben. Der Stillstand auf dreyMonarhe, den sie zu Surene erhalten hatten, machteihnen blos zu einem längeren Lust.

Der König gab den Abgeordneten in vollemStaatSrach Gehör. Die Meisten derer, die gegenwär-tig waren, dachten nur an ihre Eifersucht gegen denHerzog von Maycnne, den sie als den Mann fürchte-ten, welcher es in seiner Macht hatte, die höchste Gunstund alle Gnadenbezeugungen zu erkaufen. Ihre Mei-nung

Bl

I!^

sW»

Ai

K

W

ß«

W

fei«

M

s'z°

Di

k«

s->