eben so viel Umständlichkeit als Wohlgefallen gebenwerden.
Daß man in diesem Augenblick meiner noch würdenöthig haben, hatte ich nicht gedacht. Ich hielt michals ein Mensch, der bey dem Schauspiel, das mangiebt, gar nicht interessirt ist, in der Entfernung, als ichauf einmal den Abt du Perron kommen sah, den derKardinal von Bourbon an mich schickte, um einen lez-ten Streit beyzulegen, der über die Ausdrücke entstan-den war, worin die Formel der Abschwörung des Kö-nigs abgefaßr seyn sollte. Die Priester und die katho-lischen Doctoren beluden sie um die Wette mit allenden Kleinigkeiten, wovon sie selber die Köpfe voll hat-ten, und hätten bald diese so sehr ernsthafte Schriftdadurch ganz lächerlich gemacht. Die protestantischenGeistlichen und der König selbst wollten nicht, daß dieFormel mit solchen kindischen Nichtigkeiten angefülltseyn sollte, und es war darüber ein Zank entstanden,der beinahe alles abgebrochen hätte.
Ich gierig sogleich mit du Perron zu dem Kardi-nal von Bourbon, und wir kamen mit ihm überein,daß man bey dieser Handlung keinen einzigen von denzwischen beiden Religionen streitigen Punkten auslas«sen, dagegen aber auch alles andre als unnütz unter-drücken müsse. Beide Theile waren damit zufrieden,und die Formel wurde so aufgesetzt, daß der König da-rin alle Römische Lehrsätze über die heilige Schrift, dieKirche, die Anzahl und Gebrauche der Sakramente,daSOpfer der Messe, die Transsubstantiation, die Lehrevon der Rechtfertigung, die Anrufung der Heiligen, die, Verehrung der Bilder und Reliquien, das Fegfeuer, denAblaß und endlich das Ansehn desPabsteö anerkannte,welches auch zur allgemeinen Zufriedenheit geschah.
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