dächte, durch alle die Belohnungen, die er geben könn-te, sich der Uebrigen zu versichern. Er erklärte daheröffentlich, daß er, wie mich dünkt, den 20. Juliuszum Tage seiner Abschwörung angesetzt hatte, und be-stimmte die Kirche von Saint-DeniS zu dieser Fei-erlichkeit.
Diese Erklärung setzte die Ligue eben so in Verle-genheit, als sie das Volk und die royalistischen Katholi-ken mit Freude erfüllte. Die Protestanten, ob sie sie-gleicherwartet hatten, murrten, zuckten die Schultern undthaten zum Schein alles, was sie bey diesen Umstän-den chun mußten, doch traten sie nicht aus den Grenzendes Gehorsams hinaus. Alle katholischen Geistlicheneilten herzu, mit dem Abt du Perron an ihrer Spitze,der von seinem Triumph berauscht war. Man drängtesich zu; alle Welt wollte an diesem Werke Thcil haben.Du Perron, für den ich das Bißchum Evreux erhaltenhatte, glaubte mir seine Dankbarkeit nicht besser bezei-gen zu können, als wenn er sein Bekehrungsamt anmir übte. Er redete mich mit dem vollen Selbstver-trauen eines Siegers an, und that mir den Vorschlag,bey einer Feierlichkeit gegenwärtig zu seyn, wo er sichmit so vielem Lichte zu zeigen schmeichelte, daß keineFinsterniß ihm würde widerstehen können. Ich ant-wortete ihm: „Ihren Streitigkeiten, mein Herr, brauche„ich nicht erst beyzuwohnen, um zu wissen, auf welcher„Seite die stärksten und wichtigsten Gründe sind. Die„Lage der Sachen, Ihre Anzahl und Ihr Reichthum„erfordern es, daß Ihre Entscheidungen den Vorzug„behalten." Auch behielten sie ihn in der That. DerHof fand sich zu Saint Denis sehr zahlreich ein, undalles gieng mit großem Gepränge und Pomp zu. Ichhabe nicht nöthig, mich bey einer Beschreibung aufzu-halten, welche die katholischen Geschichtschreiber mit