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der Herr von O machte sich eine Ehre daraus, auchdießmal den Vorzug vor mir zu behalten, und ich gabnach, da der König mir vorstellre, daß, bey dem Fuß,* worauf er jezt mit der katholischen Partey stunde, diePolitik es erfordere, sie über eine solche Kleinigkeit nichtaufzubringen.
Heinrich begnügte sich mit noch einigen solchenkleinen Unternehmungen, und kam dann gleich nachMante zurück, um die Zusammenkünfte wieder anzu-fangen. Diese Abwechslung von Krieg und Unterhand-lungen dauerte fort, so lange die Stände beysammenwaren, und bis zum Tage seiner Abschwörung. Ichwürde die Wahrheit verletzen, wenn ich nur zu demVerdacht Gelegenheit gäbe, daß Politik, die Drohun-gen der Katholiken, Ueberdruß seiner Mühseligkeiten,Liebe zur Ruhe, der Wunsch sich von der Tiranney derFremden zzr befreien, und selbst die Liebe zu seinemVolk, so lobenöwürdig sie an sich ist, die einzigen Grün-de zu der lezren Entschließung des Königs gewesen wä-ren. So viel ich von den innersten Gesinnungen einesFürsten urtheilen kann, den ich bester als irgend Je-mand gekannt zu haben glaube, so waren es zwar frei-lich wohl diese Gründe, welche ihm die erste Idee ga-ben die Religion zu verändern, und ich gestehe, daßich selbst ihm keine andre angab, weil ich, obgleich einCalvinist, nach dem Geständniß, das ich einst einigender gelehrtesten reformirten Geistlichen entriß, immerfest überzeugt gewesen bin, daß Gott in der katholischenKirche nicht weniger verehrt wird, als in der protestan-tischen: in der Folge aber kam der König dahin, daßer die katholische Religion für die sicherste hielt. DerCharakter von Offenheit und Aufrichtigkeit, den ichstecs an ihm bemerkt habe, läßt mich glauben, daß ereine solche Verstellung sein ganzes übriges Leben hin-durch nur schlecht behauptet haben würde.
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