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ich fürchtete, er möchte nach seiner Gutheit mehr ein»raumen, als er nöthig hätte. Ich sah aber aus derAct, wie er mir den Zustand der Sachen darstellte, unddie verschiedne Charaktere derer, die etwas forderten,zeichnete, daß ick mich geirrt hatte. Wenn ich überdie Richtigkeit erstaunte, womit er aus den ersten Blickdie Wahrheit zwischen allen den Schleiern, die sie ver-dunkelten, zu erkennen wußte, so schmeichelte mir esum desto mehr, als er seine Kenntnisse den meinigcnunterwerfen wollte, und verlangte, ich sollte ihm denWeg vorzeichnen, auf dem ec eine Sache zu Endebrachte, welche, die Wahrheit zu gestehen, bis auf den.iezten Augenblick mit großen Gefahren verknüpft war.Vergebens suchte ich Ließ abzulehnen, ich erhielt bloseinen Aufschub von dreh Tagen, um einen Entschlußzu fassen. Bey dieser Gelegenheit war es, daß derKönig züm ersten mal von seiner Absicht, mir künftigeinmal die Finanzen anzuvertrauen, mit mir sprach.
Nach dreitägiger reifer Ueberlegung gierig ich ebenso ins Geheim zu dem König zurück. Ich war mitkeinem der Anschläge zufrieden, die man ihm gegebenHatte, und die nur darin von einander abgiengen, daß'der eine mehr Belohnungen für die vornehmsten sigistenund andre interessirte Personen enthielt, als der andre.Meine Meinung war, die Sachen seyen noch nicht aufdem Punkt, um zum Schluß zu kommen, und dasbewies ich aus folgenden Gründen; Der König sey vonder einzigen Furcht befreit, die ihm hätte bewegen kön-nen, zum Ende zu eilen; von derFurcht nehmlich, daßso viel Mitbewerber um den Thron sich nicht alle zumVortheil eines Einzigen vereinigten, weil die Verbitte»rung zwischen den Prinzen, den Großen, und denSpanischen Ministern täglich neue Kräfte bekäme, sodass man erwarten könne, sie werden in kurzem einan-der