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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
61
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'kn. z unterstützte. Dieser Schwur, so voll Religion undi^njE, christlicher Liebe, wurde in ein Paket, das die ganzeVersammlung unterzeichnet hatte, eingeschloffen undW ^ nach Rom geschickt. Durch einen Brief, den der Kardi-

nal von Plaeenria an einige Parlamentsglieder schrieb,und dessen Ueberbringer zu Lion durch die Soldaten desKönigs gefangen genommen wurde, erhielt man Nach-> richc von diesem Stück. Ist es möglich, ärger mit- Treu und Glauben, mit Tugend und Religion Spottzu treiben? Ich glaube, daß dieser Zug, obgleichdie Sache selbst erst später geschah, hier an seinemMm rechten Orte steht.

»ln Unter dieser Menge von Unterhändlern und Rath-

»it« Zubern waren viele, die den König zu betrügen glaub-, und bloö sich selbst betrogen. Er ließ sie bey die-

^ ser guten Meinung, um das Volk dadurch zu überreden,y'""? daß es sehr leicht sey, ihn dahin zu bringen, wohinman wollte. Ich habe dieß von dem König selbst ge-WM h^t. Eines Abends besinne ich mich noch, ich glaube^ es war der 15. Februar, wo, nachdem alle Welt seinjMNg Zimmer verlassen Hane, der Sekretair Färer ganz in

4«°! Geheim mich zu ihm zu holen kam. Er führte mich

M!»j jy Schlafzimmer, wo ich ihn schon im Bette an»traf. Der König gestand mir, er müßte diese VorsichtiB'^l gebrauchen, so oft er mit mir reden wollte, um wederdie Katholiken, noch auch die Protestanten aufzubrin-gen, die mich aus Eifersucht vielleicht noch mehr haßtenals aus natürlichem Widerwillen. Nachdem er»i MN sich mit Ausdrücken, die für mich sehr schmeichelhaftwaren, über diesen Zwang beklagt hatte, redete er mitmir von den Angelegenheiten, die man damals gradevor hatte, und von den künstlichen Bewegungen derHofleuce, um die Ehre der Entscheidung zu haben.Man hatte ihm wieder erzählt, daß ich gesagt hätte,

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