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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
58
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ten hatte ihn Anfangs beunruhigt, und dieses um somehr mit Recht, weil die erste Idee, die ihm dabeyeinficl, war, daß eine dem Anschein nach so edle und soehrwürdige Versammlung schnell ein Mittel gegen dieMängel des Staats finden würde. In dieser Furchtfieng er an, den Katholiken noch mehr als gewöhnlichzu schmeicheln. Er that selbst, wie man gesehn hat,einige Schritte, um den Pabst auszusöhnen, um nichtbey dem Einen sowohl als bey dem Andern die einzigeHofnung zu vernichten, die sie abhalten konnte, öffent-lich mit ihm zu brechen. Wan wird sich leicht vorstel-len, daß dieses nichtgeschehen konnte, ohne die Unzu-friedenheit der Hugenotten in ihrem ganzen Umfangewieder zn erwecken; aber er war ihnen weislich zuvor-gekommen, und hatte den Anschein, als ob dieß al-les bloS in Folge jener allgemeinen Berathschlagungder Protestanten geschähe, wo, wie man sich noch erin-nern wird, der Schluß gefaßt wurde, den Weg derSchonung und der Unterhandlung cinzuschlagen. Wennaber die Klagen zu heftig wurden, und der König sähe,es sey zu fürchten, daß sie sich zu einem für ihn unan,genehmen Ausbruch könnten Hinreißen lasten, dannwußte er sie durch irgend eine kriegerische Unternehmungzu besänftigen, welche die Völker nur noch mehr über-führte, daß derselbe Fürst, der ihnen so gut und so sanftschien, durch seine Tapferkeit und seine Fähigkeiten imKriege nicht weniger verdiente, über sie zu herrschen.

Sobald er von der wenigen Einigkeit der versamm-leten Staaten, von den Unruhen und Streitigkeiten,die bey jedem Worte ensianden, Nachricht bekommenhatte, hieln er diese Versammlung für das glücklichsteMittel, ihn seinem Ziel näher zu bringen. Er warjezc um nichts inehr verlegen, als wie er sein Betragengegen die große.Menge von Vermittler», die sich in