Erde. Sie setzten ihre Abgeschickten in Bewegung,und machten sich den fehlgeschlagnen Versuch des Kö-nigs auf Gelles zu Nutze. Sie ließen den Grafen vonMannsfeld vorrücken, derNoyon eroberte. Sie legrenso viel Nachdruck, als nur möglich war, darauf, daßder Papst den Abgeordneten des Königs, dem Kardinalvon Gondy und dem Marquis von Pisany, verbothenhatte, nach Rom zu kommen, oder nur einen Fuß indas Gebieth seiner Heiligkeit zu setzen. Konnten siesich schmeicheln, daß man nicht das Unschickliche einessolchen Verfahrens bemerken würde, nachdem sie oft fei-erlich versichert hatten, sie handelten blos für die Re-ligion, und wären bereit sich Heinrichen zu unterwerfen,sobald er seine Jrthümer verlassen würde? Auch wurdeNiemand dadurch getäuscht, und ob sie gleich alles dasGute dadurch vereitelten, welches die Zusammenkunft,die im Monath April zuSurene gehalten wurde, hät-te Hervorbringen können, so urtheilte man doch, daßdieß die lezte Anstrengung einer hinsterbenden Machtsey. Man sah deutlich, daß, wenn der König, nach-dem er zugegeben hatte, daß zu dieser Versammlungkein Abgeordneter von der reformirten Religion käme,sich doch noch nicht ergeben hätte, dieses blos geschehensky, weil die Ligisten selber weit mehr Schwierigkeitenüber das Zeitliche gemacht hatten, als er über das Geist-liche. Das Volk hauptsirchiich ließ ihm völlig Ge-rechtigkeit wiederfahren, und die Süßigkeiten des Still-standes, welcher die einzige Frucht dieser Zusammen-kunft war, brachte eö ganz auf seine Seite. — Ichkomme iezr wieder auf den König selbst zurück.
' Er hielt sich noch immer zu Mante auf, wo seineganze Klugheit kaum zureichce, ihm eine Partey, dieaus Leuten von so verschiednen Gesinnungen bestand,unzertheilt zu erhalten. Die Versammlung der Staa-
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