von Savoyen und Lothringen, die er sich seines Gel-Des und seiner Truppen bedienen sah, ohne deshalbrnehr Achtung für ihn zu bezeigen. Ein überzeugenderBeweis, daß Philipp in allen Stücken diese Gesinnun-gen hegte, wovon die geheimen Vorschläge, die er durchDon Bernardin von Mendoza, den KommenrhurMoreau, und den Grafen von Taxis dem König so«st hatte thun, und wieder erneuern lassen. Im Grun-de sah er sehr gut, daß aller Vortheil, den er aus denFranzösischen Unruhen schöpfen könnte, höchstens aufzwey oder drey Provinzen hinaus laufen würde, undes war ihm einerlei), ob er sie durch den König oderdurch die Ligue erhielte. Eö ist wahr, daß wenn erFrankreich mit den Häuptern der Ligue theilte, ihm als-dann große Hofnung blieb, eines Tages alles an sich zuziehen, indem er diese kleinen Könige einzeln und eineU«ach dem andern angriffe. Aber er kaufte gegenwär-tig diese Hofnung schon sehr theuer, indem die Hab-sucht der Ligue seine Truppen und sein Geld erschöpfte,,so, daß wenn Heinrich nur denKrieg in die Länge zu zie«Hen vermöchte, derKönig von Spanien voraussähe, daßer bald alle seine HülfStruppen von Frankreich würdeabziehen müssen, weil er selbst in Flandern deren nichtzu viel hätte, wo der Krieg von Tage zu Tage heftigerzu wüthen anfienge.
Da ich bemerkte, daß du Perron mir aufmerk-sam zuhörte, und innerlich mir allem was ich sagteeins zu seyn schien, so hielt ich mich noch länger beydem Kapitel von Spanien auf. Ich sagte ihm, essey gar nicht wahrscheinlich, daß so viel tapfre Leute,die ihre Freiheit, ihre Regierungsform, ihre Gesetze undihre Gewohnheiten so sehr liebten, jemals sich unterein fremdes Joch würden bequemen, und sich entschlie-fen können, zum Preis für ihre schönsten Handlungen
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