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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
41
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Interesse als allgemeiner Vater der Katholiken, auchnoch insbesondre seinen zeitlichen Vortheil fände, weilItalien und das Erbtheil Petrus sehr geschwind demSchicksal Frankreichs und der übrigen Königreiche fol-gen würden; und daß der Heilige Vater Gefahr liefe,sich eines Tages blos zu der Würde eines Kapellans derKönige von Spanien herabgebracht zu sehen. SeineHeiligkeit dächte auch überdem zu weise, um sich an denmächtigen Ausdruck: der Abtrünnige, zu kehren, wo-mit man die Schwachen zu verblenden suchte, und nichtdem König ihre Arme zu öfnen) so bald er das Ver-langen, sich ihr zu nähern, an den Tag legen würde.

In Ansehung der andern gekrönten Häupter inEuropa litt mein Vortrag weit weniger Schwierigkei-ten ; auch hielt ich mich dabey nur wenig auf, um dieRede auf Spanien zu bringen. Ich fragte den AbcLu Perron, ob er nicht so gut als ich glaubte, daß die-se feinen Politiker, die die einzigen Urheber der Unru-hen in Frankreich wären, jezt an dem glücklichen Er-folg ihres glänzenden Plans, ganz Frankreich zu er-obern, zu verzweifle», ansiengen? und das, weil sie jezeso wohl den König und die ihm ergebnen Protestanten,als auch die Katholiken in Frankreich kennten. Harteder König von Spanien eS je sich ernstlich in den Kopfsetzen können, aus Frankreich eine Spanische Provinzzu machen? Hatte er je sich schmeicheln können, daßSein Joch nach dem Geschmack eines Volks seynwürde, daß von jeher der Nebenbuhler und der Feindvon Spanien gewesen war? Ueber dieß alles hatte manjezt Mehr, als bloßen Verdacht. Philip II. handeltedeutlich, als ob er vollkommen wüßte, daß die Herzogevon Mayenne, Guise und Mercoeur ihn betrügen undbloö zu Beförderung ihrer Privatabsichten gebrauchenwollten. Er dachte nichts anders von den HerzogenC 5 von