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schuldig wäre. Indem ich fortfuhr dem König alles,was ich darüber gedacht halte, zu erklären, setzte ichhinzu, da -das Wesentliche aller Religionen, die anChristum glauben, doch im Grunde dasselbe sey, nehm-lich der Glaube an dieselben Geheimnisse und derselbeLehrbegriff von der Gottheit, so schiene mirs, daß derUebergang vom Protestantismus zum Katholicismus,oder umgekehrt , weniger eine Religionöveränderungheißen könne, als vielmehr, um des Vvrtheils der Re-ligion selber willen den Unterschied befolgen, den diePolitik für gut befunden habe, hinein zu bringen. Soll-te ich mich aber auch in dieser Idee irren, so wäre eSdoch unstreitig gewiß, daß die Annehmung der katho-lischen Religion keineeweges die Nochwendigkeit austeg-te, die andern alle zu verfolgen; daß im Gegentheilvielleicht Gott den König zu dieser Veränderung bräch-te, um dadurch dem ganzen Europa ein neues undder ganzen Religion selbst würdigeres Schauspiel zugeben. Lange genug habe die Verschiedenheit der See-len in Frankreich die traurigsten Scenen hervorgebracht;sie sey eine Quelle des Elends und der Unordnungen,wegen des Abscheus, den man dem Volk gegen alle,die von einer verschiednen Glaubenöweise wären, bey-brächte; dieß geschehe so wohl von Seiten der Prote-stanten als der Katholiken; Er allein würde einem sogefährlichen Uebel abhelfen können, indem er die Beken-ner beider Religionen durch die Bande der Freund-schaft und der christlichen Liebe vereinigte, oder, wenndieß ein unmögliches Unternehmen seyn sollte, indem erihnen wenigstens so richtige Vorschriften gäbe, daß bei-de Parteien mit dem, was ihnen zugestanden wäre, zu-frieden seyn müßten. Er wurde gerührt durch den Ge-danken, sein Andenken dadurch zu verewigen, daß erin einem zerrütteten Lande Ruhe, Sicherheit und Ue-berfluß wieder herstellte; und durch die Anwendung dexN» Lenkwürdigk. II. B. C Talen-