seiner SeitS auch tausend Betrachtungen über seine ver-wirrte Lage angestellr hatte, sieng damit an, mir einnatürliches Gemahlde davon zu machen. Nicht zuvereinigendes Inceresse unter den Prinzen und den Gro-sen des Reichs, Haß zwischen ihnen selbst und Meute-ret) und Ungehorsam gegen den König in aller Herzen,Trägheit bey den auswärtigen Dundögenoffen, Erbit-terung und Streben nach Gewalt von Seiten der Fein-de, Verrächerey im Innern, Gewaltthätigkeiten vonaußen, Abgründe und Klippen von allen Seiten! Erbeschloß diese pathetische Rede, indem er mich fragte,welch Mittel ich gegen daö alles wüßte?
Ich antwortete ihm, daß, ohne es wagen zu wol-len, ihm zu irgend etwas zu rachen, ich schlechthin nurdrey Wege sähe, unter welchen er sich einen wählenmöchte. Der erste wäre, aller Welt auf seine eigne Un-kosten , oder vielmehr auf Unkosten des Staats ihrenWillen zu lhun; der andre, sich an keinen Menschenzu kehren, und alles mir offenbahrer Gewalt zu errin-gen zu suchen; der dritte hielte daö Mittel zwischendiesen beiden, alle Hindernisse rühmlich, die man seinerThronbesteigung entgegensetzte, dadurch weg zu rau-men, daß er katholisch würd,,. Hier nahm der alönigdas Wort, und rief, was ich ihm da sagte, wäre nochgar kein Rath. Er besah mir, ihm grade zu chgen,was ich an seiner Stelle khun würde. Ich suchte esihm zu verstehn zu geben, indem ich die- drey Vorschläge,die ich ihm gethan hatte, nach einander wieder durch-gieng. Ich zeigte ihm, daß, wem, er de» ersten befolg-te, er sich selbst bis auf nichts herab bringen wurde, unddaß, wenn er die Habsucht der Spanier und der fran-zösischen Ligisten befriedigen wollte, so würden ihm voneinem so großen Königreiche kaum einige wenige Pro- .rinzen übrig bleiben. In Ansehung des zweiten stellte
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