als der Religion selbst, die sich so unwürdiger Mittelbedient, nachtheilig ist, und man wird mir leicht glau-ben, wenn ich versichre, daß ich gegen nichts so sehr aufmeiner Huk war, als gegen trügerischen Religionöeifer,wenn man über den Rath nachdenkt, den ich wagte,dem König zu geben. «>
Nachdem ich so mich meiner selbst versichert hatte,blickte ich dreister in dieß undurchdringliche Chaos derverschjednen Vortheile hinaus, und versuchte es, eineZukunft zu prüfen, die von allen Seiten die fürchter-lichsten Abgründe zeigte. Sollten Frankreichs Drang-sale bis auf die Ewigkeit ausgedehnt werden, indemman zwey damals ziemlich gleiche ReligionSparteiengegen einander bewaffnete? Sollteein Fürst, der sosehr verdiente, glücklich zu seyn, sein ganzes Leben in denGreueln des Krieges hinbringen, der ihn bis jezt nochkeinen Augenblick hakte zu Achem kommen lassen, undder ihm, wenn ich ihn auf diese Seite lenkte, noch un-endlich größere Beschwerden vorbereitete, als alles, waser bisher ausgestanden hatte? Sollte ich auf der an-dern Seite die ganze Partey der Reformircen in Frank-reich, die den Frieden und was billig war wünschten,der Gefahr aussetzen, die Schlachtopfer einer bloSmenschlichen Politik und unter die Füße ihrer grausam-sten Feinde getreten zu werden? Sollte ich, in der Un-gewißheit des Schicksals der Waffen, und in der Furchteines Augenblickes, der schnell dem Leben des Königshatte ein Ziel setzen können, die Sachen dahin bringen,daß Frankreich, vielleicht e/ne Beute Spaniens undaller seiner Nachbarn, oder von tausend kleinen Tyran-nen zerrissen, in einem Augenblick den Ruhm seinesNamens, den Glanz seiner Monarchie und die Erb-folge seiner Könige verlöhre? Welche Gefahren im Krie-ge ! Welche Schlingen im Frieden! Welche Ursachen
zur