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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
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Bsrathschlagungen, an seine Tafel und zu seinen Ver-gnügungen zog, im Stande waren, die heftigsten Ent-schließungen gegen ihn zu fasten.

Wenn von allen Gunstbezeugungen, die ein Fürstuns erzeigen kann , der durch die Eigenschaften seinesGeistes eben so achtungswürdig ist, als durch seinegroßen Thaten, keine einen Mann von Ehre so sehr rüh-renkann, als die Gesinnungen des Herzens, waö binich denn nicht diesem Fürsten j/ßuldig, der mich ganzbesonders mit seinem Vertrauen beehrte, zu einer Zeit,wo Treulosigkeit, Bosheit, Verrätherey und alles, wasder Eigennutz Unterthanen eingeben kann, die diesenGötzen an die Stelle der Liebe zu ihrem König gesetzthaben, ihm beinahe keinen andern Weg übrig ließen,als sich mit allgemeiner Zurückhaltung und Mißtrauenzu waffnen? Ich muß noch mehr sagen, denn warumsollreich verschweigen, was mir in meinem ganzen Le-ben grade der Fleck zu seyn scheint, der mir am sicher-sten die Achtung wirklich tugendhafter Personen zuzie-hen kann? Das nehmlich, daß in diesem gefährlichenVerhältniß der König sich mir ganz überließ, und mirdas Schicksal seiner Krone und sein Eignes anvertrau-te, (denn es kam hier auf nichts geringerS an) weiler ohne Zweifel überzeugt war, daß der Rath einesMenschen voll von aufrichtiger Anhänglichkeit, und-wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darfvon wah-rer Freundschaft, hier mehr als Scharfsinn des Geistesund Geschicklichkeit, wenn sie nur von zweifelhafterTreue begleitet sind, gelten müsse. Nie hat mir je et-was eine so reine und so edle Freude gewährt, als dieEhre, die mir durch diese Wahl wiederfuhr. Aberkaum hatte ich mich dieser Freude einige Augenblickeüberlasten, so fühlte ich auch die ganze Schwere der Last,die ich auf mich genommen hatte, und mitten in mei-nem