Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

20

gesagt war, doch nur einem Oesireichischen Prinzen be-stimmt seyn konnte, weil der Herzog von Mayennesich selbst davon auszuschließen schien; dafür alsoboth er eine gewisse Anzahl Städte an, zu deren Na-men sowohl als zu dem Namen des künftigen KönigsPlatz gelassen war. Diejenigen, welche Spanien imKriege erobern würde, sollten unter dem Schutz Phi-lips des zweiten und des Herzogs von Mayenne denfranzösischen Katholiken übergeben werden; das alles,um Spanien bis zur Wahl des Königs zur Sicher-heit und Bürgschaft zu dienen, und ohne sich weitlauf-tiger darüber zu erklären. Dieß scheint ein Beweismehr zu seyn, daß man darauf rechnete, diese Wahlwürde für Spanien hinreichender Ersatz aller seinerMühen seyn; es sey denn, daß man durch diesen gün-stigen Doppelsinn gesucht habe, dem Spanischen HofebloS damit zu schmeicheln, um desto schnellere und thä-tigere Unterstützung von ihm zu erhalten. Was zudiesem Verdacht Anlaß giebt ist, die Vorsicht auf fol-gender Klausel zu bestehen und stets darauf zurück zukommen; Spanien möchte doch unterdeß, daß man sichin Madrid wegen aller dieser Artikel entschiede, (unddazu gab man vier Wochen Zeit) immer ein starkesHülfskorpö nach Bourgogne schicken, welches, wieman vorgab, in großer Gefahr wäre. Um diesen Hofnoch schneller zu einem Entschluß zu bringen, versicher-te der Herzog von Mayenne, der bey diesem ganzenVertrage sich als ein treuer, obgleich etwas eigennützi-ger Diener des Oestreichschen Hauses zeigt, ganz kalt,daß wenn Spanien diese Bedingungen nicht vorcheil-Haft genug fände, es sich an einen Andern wendenmöchte, und daß er für seine Person, müde diese Lastlänger zu tragen, es sehr gern zufrieden wäre, sie vonsich abzuwälzen.

Aber