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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
14
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Er begrif gleich im ersten Augenblick, daß man einKönigreich wie Frankreich nicht mir fremden Händenerobert; hakte er es aber auch für möglich gehalten,so war doch mehr das Herz -er Franzosen als ihreKrone, nach dessen Eroberung dieser gute Fürst strebte,und er sah alle die Belohnungen, die er auf diesenFall zu ihrem Nachtheil denen, die ihn erhöht harren,würde geben müssen, für das rechtmäßige Gur seinerUnterthanen an.

Der lezte Grund, der mich völlig bewog mich zu-rück zu ziehen, war, daß kurze Zeit nach meiner An-kunft zu Monte meine Wunde am Munde, welche ichbey dem unglücklichen Vorfall bey Chartres empfangenhatte, wieder aufbrach. Dieß nöthigte mich, michnach Roßny bringen zu lassen, um dort eine gründ-liche Kur auszuhalten und dadurch den beinahe immergefährlichen Folgen der Wunden dieser Art vorzubeu-gen. Ich hielt mich einige Zeit daselbst auf. Nacheinem so geräuschvollen Leben, als ich bisher geführthatte, schmeckte ich hier das reine Vergnügen, welchesein eingezognes Leben denen gewährt, die ihr Herz vomEhrgeitz loögeriffen haben. Eine meiner Beschäftigun-gen diese Zeit hindurch war, daß ich die verschiednenBegebenheiten des guten und bösen Glücks aufzeichne-te, denen mich das Schicksal zwanzig Jahre hindurchausgesetzt hatte.

Eines Tages kam Bußy, der Lieutenant du Roiin Vepin nach Roßny mich zu besuchen. Er erzähltemir, der König habe an alle Gouverneurs geschrieben,sie sollten so viel Truppen zusammen raffen, als siekönnten und ihm schleunig zu Hülfe kommen. Dießwar in der Zeit, wo man am gewissesten glaubte, daßder Prinz von Parma wieder nach Frankreich kommenwürde, und Pußy fragte mich, ob ich bey dieser Gele-gen.