genheit nicht auch thun würde, wie die andern. DieseFrage erweckte in mir die Erinnerung an so manchesGouvernement, welches mir verweigert worden war,und an die Stelle eines Lieutenant du Roi, die nochvor kurzem der Herzog von NeverS und die Katholi-ken auf eine stolze und beleidigende Art stak meiner zuerhalten gewußt hatten. Ich antwortete also mir einigerEmpfindlichkeit, daß wenn der König meine Dienstebedürfte, so würde er mir die Ehre gerhan haben, anmich zu schreiben. Bußy fand meine Antwort stolz,und als er sie dem König hinterbrachte, ermangelte ernicht ihr eine üble Wendung, zu geeen, wie jeder guteHofmann eS macht, und gab ihm zu verstehen, er dür-fe ferner nicht mehr auf mich rechnen, weil ich denEntschluß gefaßt hätte, den Rest meiner Tage auf demLande zu zu bringen. Dieser Zusatz wqr ganz seinWerk; ich schätzte ihn nicht genug, um ihn zum Ver-trauten meiner Geheimnisse zu machen. „Er muß sich„also sehr verändert haben," gab derKönig schnell zurAntwort, „denn sonst hat er nie .bey Gelegenheiten ge-„fehlt wie die, welche uns jejt bevorstehr. Ob er sich„gleich mit seinen Wunden entschuldigt, so weiß ich„doch besser was ihn abhält; er ist bös auf mich, und„er hat nicht ganz Unrecht. Künftig wird er den Phi-losophen machen wollen, aber wenn ich ihn zu sehen„kriege, werde ich daö schon alles beyzulegen wissen,„denn ich kenne ihn." Diese Unterredung fiel in Ge-genwart des Presidenten Seguier vor, der sie mir wie-der erzählte, als er einige Zeit nachher bey mir speise-re. Da ich mein Herz in dem Busen dieser tresiichenMagistratsperson ausschüttete, denn ich kannte ihn alseinen gleich rechtschafnen Freund, redlichen Mann undvorcrefiichen Politiker, so sagte er mir diese Worte dar-auf; die ich nicht vergessen habe, weil sie ansiengcnmir die Augen zu öfnen, und mich von meiner erster»
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