nung Einhalt zu'thun, sah sie nicht so bald, daß diezoo Mann vom Korps de Reserve sich mit Zoo Pfer-den in Bewegung setzten, um auf sie loszukommen,so folgte sie dem Beyspiel des ganzen übrigen Heers,und suchte ihr Heil in der Flucht. Die Furcht wuchsmit jedem Augenblick, und bald wurde die Flucht soallgemein, daß Ioyeuse nicht mehr im Stande war,ihr Einhalt zu rhun. Von den Flüchtigen selbst mitfortgerissen erreichte er eine Brücke von Brettern undSeilen, die er über den Tarn hatte schlagen lassen.Weil aber die Menge derer, die sich nach dieser Seitehinstürzken, der Brücke zu schwer wurde, so brach sieun er Ioyeuse ein, und er wurde von dem Wasser ver-schlungen, ohne daß einer von denen, die bey ihm wa-ren, davon gekommen wäre. 'Der Schrecken verblen-dete sie Folgenden so sehr, daß sie noch immer glaub-ken eine Brücke zu sehen, wo keine mehr war, und sichwie unsinnig in den Fluß stürzten. Es kamen an die-sein Tage in dem Gefecht und im Wasser über Z,oooMann Infanterie und über 400 Pferde um; ein un-geheurer Verlust für eine so kleine Armee, stak daß dieKöniglichen nicht zo Mann verlohren. Die Bürgervon Villemur sahen von ihren Wällen mit einer Freu-de, die mit Erstaunen und Schauder vermischt war,diesem Schauspiel zu, und verglichen eine Wirkung derFurcht, die einem Wunder ähnlich sah, mit dem, wasuns die heilige Geschichte von den Egyptern beym Ue-bergang über das röche Meer erzählt. — Doch es istZeit zu dem König zurück zu kommen.
Er war nach Picardie gegangen, um aber seinenTruppen Beschäftigung zu geben, hatte er den Marschallvon Biron in Champagne abgeschickt Epernaizu bela-gern. Diese Belagerung war langwierig und hartnäckig;Biron verlohr dabey sein Leben durch eine Kanonkugel,und wenn der König, der diese Zeit über sich zu. Com-
pteg-