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Pomp waren ganz nach seinem Geschmack. Miteinem Work, der Ehrgeitz hatte von seinem HerzenBesitz genommen, und sein ganzes Betragen war nichtsals Ceremonial und Förmlichkeit; die Ähnlichkeit die.seS Charakters mit dem Spanischen National-Cha»rakter war vielleicht mit Schuld an dem unbezwing.sichen Widerwillen des Königs gegen ihn.
Der Herzog von Epemon besaß nicht nur Ehr-geitz; sondern auch einen ungezähmten Hochmuth undeinen natürlichen Stolz, oder vielmehr eine Rauhigkeit,die man beym ersten Anblick fühlte. Der Ehrgeitz, sagtman, bedient sich aller Wege, um zu seinem Ziel zukommen. Auf diese Art wäre d'Epernon nicht ehrgeitziggewesen; er kannte nur Einen Weg, die hochfahrendeArt, womit er alles fortreißen wollte. Der Ehrgeitzwar bey ihm nur angebohrne Liebe zur Unabhängigkeit,die aus Härte des Herzens, Menschenfeindfchafr undeiner Einbildung von sich selbst entsprang, nach welcherer alle Achtung und alle Belohnungen noch zu schlechtfür sich hielt. Er haßte den König, weil er alle Men-schen haßte, und sicher gab es oft Augenblicke, wo ernicht gar zu gut mit sich selbst eins war. Ein steterUngehorsam gegen Obere, ein rauher Umgang mit sei-„es Gleichen, und ein grausames und unausstehlichesBetragen gegen Geringere, sind die natürlichen Wir-kungen eines solchen Charakters.
Da indessen der Erfolg seiner Unternehmungennicht immer der war, den sein Stolz sich versprochenhakte, so mußte er sein Betragen ändern, und zuweilen,jedoch sehr selten, war er artig gegen die, die er nöthighatte. Aber selbst seine Schmeicheleien, wenn mansich dieses Äl?5tS uey ihm bedienen kann, behielten im-mer einen An>mch von Tä-A' und Verachtung, woherpenn Er Nieulsriden irebce, alle
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