XXX l I Fortges. Gesch. der französ. Unruhen,
Sogleich bemächtigen sich Liese des Königs,und der Mutter wird freygestellt, ihn zu begleiten,oder sich nach Belie-en einen andern Aufenthaltzy wählen. Ehe sie Zeit hat, einen Entschluß zufassen, seht man sich in Marsch und unwillkühr-lich wird sie mit fortgerissen. Schrecknisse zeigensich ihr, wohin sie blickt, überall gleiche Gefahr,auf welche Seite sie sich neige. Sie erwählt end-lich die gewisse, um sich nicht in den großem Be-drängnissen einer ungewissen zu verstricken, und istentschlossen, sich an das Glück der Guisen anzu-schließen. Man führt den König, im Triumphenach Paris, wo seine Gegenwart dem fanatischenEifer der Katholicken die Losung giebt, sich ge-gen die Reformierten alles zu erlauben. Alle ihre- Versammlungsplähc werden von dem wüthendenPöbel gestürmt, die Thüren eingesprengt, Kan-zeln und Kirchenstühle zerbrochen, und in Aschegelegt; der Kronfeldherr von Frankreich, der ehr-würdige Greis Montmvrency war es, der dieseHeldcnthat vollführte. Aber diese lächerlicheSchlacht war das Vorspiel eines desto ernsthaf-tem Krieges.
Nur um wenige Stunden hatte der Prinzvon Cvnde den König in Fontainebleau verfehlt.Mit einem zahlreichen Gefolge war er, demWunsch der Negentin gemäß, sogleich aufgcbro-chen, sie und ihren Sohn unter seine Obhut zu
nehmen,
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