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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
XXVIII
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XXVm Fortges. Gesch. der französ. Unruhen,

ne zu entwerfen. Die Begünstigungen, welchedieses Edikt den Reformierten ertheilt hatte, undder bedeutende Vorzug, den ihre Anführer, Con-ds und die Chatillons, bey der Königin genossen,verwundete tief den bigotten Geist und die Ehr-sucht des alten Montmorency, der beyden Guisenund der mit ihnen verbundenen Spanier. Schwei-gend zwar, aber nicht müßig, beobachteten sichdie Anführer wechselweise unter einander, undschienen nur das.Moment zu erwarten, das demAusbruch ihrer verhaltenen Leidenschaft günstigwar. Jeder Theil, fest entschlossen, Feindseligkeitmit Feindseligkeit zu erwiedern, vermied sorgfältig,sie zu eröfnen, um in den Äugender Welt nichtals der Schuldige zu erscheinen. Ein Zufall lei-stete endlich, was beide in gleichem Grade wünsch-ten und fürchteten.

Der Herzog von Guise und der Kardinal vonLothringen hatten seit einiger Zeit den Hof der.Re-gentin verlassen, und sich nach den deutschen Gren-zen gezogen, wo sie den gefürchteten Eintritt derdeutschen Protestanten in das Königreich destoleichter verhindern konnten. Bald aber fieng diekatholische Partey an ihre Anführer zu vermissen,und Her zunehmende Kredit der Reformierten bei-der Königin machte den Wunsch nach ihrer Wie-derkunft dringend. Der Herzog trat also den Wegnach Paris an, begleitet von einem starken Ge-folge,