welche der Reg. Heinrichs !V. rc. xxi x
folge/ welches sich/ so wie er fortschritt, vergrös-fette. Der Weg führte ihn durch Vassy, ander Grenze von Champagne, wo zufälligerweisedie reformitte Gemeine bey einer öffentlichen Pre-digt versammelt war. Das Gefolge des Herzogs,trotzig wie sein Gebieter, gerieth mit dieserschwärmerischen Menge in Streit, welcher sichbald in Gewaltthätigkeiten endigte; im unordent-lichen Gewühl dieses Kampfes wurde der Herzogselbst, der herbey geeilt war, Frieden zu stiften,mit einem Steinwurf im Gesichte verwundet. DerAnblick seiner blutigen Wange setzte seine Beglei-ter in Wuth, die jetzt gleich rasenden Thierenüber die Wehrlosen Herstürzen, ohne Ansehen desGeschlechts noch des Alters, was ihnen vorkommt,erwürgen und an den gottesdienstlichen Derath-schaften, die sie finden, die größten Entweihungenbegehen. Das ganze reformierte Frankreich ge-rieth über diese Gewaltthätigkeit in Bewegung,und an dem Thron der Regentin wurden durch denMund des Prinzen von Conde und einer eigenenDeputation die heftigsten Klagen dagegen erho-ben. Katharina that alles, um den Frieden zuerhalten, und weil sie überzeugt war, daß es nurauf die Häupter ankäme, um die Patteyen zuberuhigen, so rief sie den Herzog von Guise drin-gend an den Hof, der sich damals zu Monceaux
auf-