XXVL ForLges. Gesch. dcr französ. Umuhen,
duldsamen Kanzler von Hopital, ihrem vornehm-sten Rachgeber, nicht schwer, sie zu Aufhebungeines Edikts geneigt zu machen, welches, da esnicht konnte behauptet werden, nurchas Ansehen dergesetzgebenden Macht entkräftete, dir reformiertePartey mit Ungehorsam und Widersetzlichkeit ver-traut machte , und durch die Bestrebungen der ka-tholischen es geltend zu machen, einen unglückli-chen Vsrfolgungsgeist zwischen beyden Mei-len unterhielt. Auf Veranlassung dieses weisen Pa-'tristen ließ die Regentin einen Ausschuß von allenParlamente?« sich in St. Germ am versammeln,welcher berarhschlagen sollte: „Was in Absichtder Reformierten und ihrer Versammlungen (deninnern Werth oder Unwerth ihrer Religion durch-aus bey Seite gelegt) zum Be st endes Staatszu verfügen sey?" — Die Antwort war in derFrage schon enthalten, und ein denReformicrten sehrgünstiges Edikt die Folge dieser Berathschlagung.In demselben gestattete man ihnen förmlich, sich,wiewohl ausserhalb der Mauern und unbewaffnet,zu gottesdienstlichen Handlungen zu versammeln,und legte allen Obrigkeiten auf, diese Zusammen-künfte in ihren Schutz zu nehmen. Dagegen soll-ten sie gehalten sepn, den Katholischen alle densel-ben entzogene Kirchen und Kirchengerathe zurück-zustellen , dcr katholischen Geistlichkeit gleich denKatholiken selbst die Gebühren zu entrichten, übri-- genö