XXIV FortgesGesch. der französ. Unruhen,
Navarra die Insel Sardinien anbieten. Zugleichunterließ man nicht, um sein Verlangen darnachzu reihen, die prächtigsten Schilderungen von denVorzügen dieses Königreichs auszubreiten. Man.zeigte ihm die nicht sehr entfernten Aussichten aufden französischen Thron, wenn der regierendeStamm, in den schwächlichen Söhnen Hein,richs n. erlöschen sollte; eine Aussicht, die er sichdurch sein längeres Beharren auf protestantischerSeite unausbleiblich verschließen würde. Endlichreihte man seine Eitelkeit durch die Betrachtung,daß er durch Aufopferung so großer Vvrtheile nichteinmal gewinne, die erste Rolle bey einer Par-ier- zu spielen, d*e der Geist des Prinzen vonConde unumschränkt leite. So nachdrücklichenVorstellungen konnte das schwache Gemürh desKönigs von Navarra nicht lange widerstehen. Umbey der reformierten Parrey nicht der zweyte zuseyn, überließ er sich unbedingt der Katholischen,um dort noch viel weniger zu bedeuten; und andem Prinzen von Conde keinen Nebenbuhler zuhaben, gab er sich an dem Herzog von Guise ei-nen Herrn und Gebieter. Die Pvmeranzenwäl-der von Sardinien, in deren Schatten er sichschon im voraus ein paradiesisches Leben träumte,umgaukelten seine Einbildungskraft, und blind warf,er sich in die ihm gelegte Schlinge. Die KöniginKatharina selbst wurde von ihm verlassen, um sich
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