xxn Fottges. Gesch. der ftanzös. Unruhen,
großen Sohn Heinrich iv. als durch eigne Thatcn,verlündigte durch nichts als durch seine Galante-rien , und seine kriegerische Tapferkeit den VaterHeinrichs des Vierten. Ungewiß, ohne Selbst-ständigkeit wie sein kleiner.Erbthron zwischen zweyfurchtbaren Nachbarn erzitterte, schwankte seineverzagte Politik von einer Partey zur andern,fein Glaube von einer Kirche zur andern, seinKaraktcr zwischen Laster und Tugend umher.Sein ganzes Lebenlang das Spiel fremder Leiden-schäften / verfolgte er mit stets betrogner Hofnung- 'ein lügnerisches Phantom, welches ihm die Arg-list ftiner Nebenbuhler vorzuhalten wußte. Spa-nien durch päpstliche Ranke unterstützt hatte demHause Navarra einen beträchtlichen Theil dieses 'Königreichs entrissen, und Philipp !!., nicht da-zu gemacht, eine Ungerechtigkeit, 'die ihm Nutzenkrachte, wieder gut zu machen, fuhr fort, diesenRaub seiner Ahnen dem rechtmäßigen Erben zu-rück zu halten. Einem so mächtigen Feinde hatteAnton von Navarra nichts als die Waffen derUnmacht entgegen zu setzen. Bald sthmeichelte ersich der Billigkeit und Großmuth seines Gegnersdurch Geschmeidigkeit abzugcwknnen, was er vonder Furcht desselben zu ertrotzen aufgab; bald,wenn diese tzvfnung ihn betrog, nahm er zuFrankreich seine Zuflucht, und hofte, mit Hülfedieser Macht in den Besitz feines Eigenthums
wieder