vm Fortgef. Gefth. der französ. Unnchm,
Partey, lagen ihr dringend an , die Sentenz ge-gen den Prinzen von Londe Vollstrecker, zu lassen,und mit diesem einzigen Streiche das Bourboni-sche Haus zu zerschmettern, dessen furchtbaresAusstreben ihr eignes -bedrohte. Auf der. andernSeite bestürmte sie Anton von Navarra- die ihrzufallende Macht zur Rettung seines Bruders an-zuwenden, und sich dadurch der Unterwürfigkeitfeiner ganzen'Partey zu versichern. Keinen yonLeyden Theilen fiel es ein, die Ansprüche der Kö-nigin auf die Regentschaft anzusechten. Dasriachtheilige Verhältniß, in welchem der Tod desKönigs die Prinzen von Bourdon überraschte,mochte sie abschrecken, für sich selbst, wie sie sonstwohl gethan hatten, nach diesem Ziele zu streben;deswegen verhielten sie sich lieber stumm, um nichtdurch die Zweifel, die sie gegen die Rechte Ka-iharmens erregt haben würden, dem Ehrgeitz derGusse» eine Ermunterung zu geben. Auch dieGmsen wollten durch ihren Widerspruch nicht gernGefahr laufen, der Nation die nähern Rechteder Bourbons m Erinnerung zu bringen. Durchschweigende Anerkennung der Rechte Katharinens »schlossen beyde Parteyen einander gegenseitig vonder Cowpetenz aus, und jede hoffte unter dem Nah- !men der Königin, ihre ehrgritzigen Absichten leich-ter erreichen zu können.
Katha-