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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
VII
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Hofes stieg schnell zu den untersten Klassen herab,wn zuletzt ein verderbliches Instrument in der Handdes Fanatismus zu werden. Aber das traurigsteGeschenk, was sie Frankreich machte, waren dreyKönige, ihre Söhne, die sie in ihrem Geiste erzogund mit ihren Grundsätzen auf den Thron setzte.

Die Gesetze der Natur und des Staates rie-fen die Königin Katharina, während der Min-derjährigkeit ihres Sohns, zur Regentschaft, aberdie Umstände, unter welchen sie davon Besitz neh«wen sollte, schlugen ihren Muth sehr darnieder.Die Stände waren in Orleans versammelt, derGeist der Unabhängigkeit erwacht und zwey mäch-tige Parteyen gegen einander zum Kampfe gerü-stet. Nach Herrschaft strebten die Häupter bey-derz Faktionen; keine königliche Gewalt war da,um dazwischen zu treten, und ihren Ehrgeih zu be-schränken; und die Anordnung der vormundschaft-lichen Regierung, die jenen Mangel ersetzen sollte,konnte nun das Werk ihrer beiderseitiger Ueber-einstimmung werden. Der König war noch nichttvdt, als sich Katharina von beiden Theilen hef-tig! angegangen und zu den entgegengesetztestenMaaßregeln aufgefordert sah. Die Guisen undihr Anhang pochend auf die Hülfe der Stände,deren größter Theil von ihnen gewonnen war, ge-stützt auf den Beystand der ganzen katholischen

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