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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
304
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(ji. 140. die Nachricht von,' den berühmten Barrika»kaden rc.

Die näheren Umstände findet man in einer MengeBüchern. Heinrich III. hakte, um den gefährlichen Absichten derLigue zuvorzukommrn, («-00 Mann, grüßtentheils Schweitzer,in die Stadt rücken lassen, und sie in die vcrschiednen Quar-tiere verkheilt. Das Volk empörte sich, durch einige Häup-ter der Ligue aufgehetzt, verrammelte die Straßen, trieb dieSoldaten zurück, enrwafnere die Schweitzer, schlug die kömgrliche Leibwache, und inackte Barrikaden bis aufSchrittevom Louvre re. Heinrich III. der im Louvre belagert zu wer-den fürchtete, und sich nicht der Wukh des tobenden Pöbelsaussetzen wollte, entfloh heimlich durch die Tuilerim und dieDorstadt Montmartre nach Chartres. Nachher wurde eineUnterhandlung zwischen der Königin Mutter und dem Her-zog von Gusse daraus, und man verschob die gänzliche Ent-scheidung auf die Slaatenversammlung zu Blois.

Es war ein großes Glück für den König, bemerktD' Aubigne', daß seine Truppen sich der Vorstadt Saint«Hvnore' und der Gegenden hinter den Tuüerien bemächtigthalten, und sich darin behaupteten; und daß Niemand bei-der Ligue gleich anfangs daran dachte, sich dieser Quartierezu bemeistern. D-e Wachen des Thors von Neste feuertenvon weitem auf Heinrichs Haufen, und da sie das Schissder Tuilerien kommen sahen, und vermntheteir^ daß er barrauf seyn könnte, hieben sie LaS Seil ab. Ltironol. Uo-vennsire t. i.

Heinrich III. begieng seiner SeikS noch einen größtenFehler, da er dem Obristen cur französischen Garcen, Gril-ls» , verboth, sich des Platzes Maubrrk und des Quarkieresder Universitär zu bemächtigen, und seine Soldaten hinderte,bas Volk anzugreifen, weiches ein drvister Schritt zur rechtenZeit vielleicht im Gehorsam erhalten hätte. Der Herzog vonGuise wartete sechs ganze Tage zu SoissouS, weil er es nichtwagte, gegen den königliche» Befehl nach Paris zu kommen,Sen ihm Brllievre m zween Briefen, die er ihm nach einan-der mit der Post zuschickle, bekannt machte. Maithieu vermerkk (t. i. l. 8 -) daß es abermals ein Fehler war, daß

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