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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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schwöre, so wären sie entschlossen, dis Hülfe, welche sieihm zugeführt hatten, zurück zu nehmen, und sich mitdem übrigen Frarikreich zu vereinigen, um einen Königvon ihrer Religion darin einzusttzen. Sie konnten da«her freilich einen Vorschlag nicht gut finden, der demKönig seine Feinde in die Hände lieferte, und ihn da-durch in den Stand setzte, ihnen selbst Gesetze zu ge-ben , anstatt sie von ihnen zu empfangen.

Die Hugenotten fürchteten diese Religl'onsvbrän-derungen um so mehr, als die Katholiken ihre Noth-ivendigkeit zu zeigen suchten. Alles setzte sie inSchrecken. Sie betrachteten sich als stets im Begriffaufgeopsert zu werden, so lange der König nicht ihnenzu gefallen den Vortheil aufgabe um dessenkwillen er dieFreundschaft der Katholischen suchte. In der Furcht,daß sie durch Unterdrückung der Ligue nur für die Pa-pisten und gegen sich selbst gearbeitet haben würden,war ihnen ein Zustand lieber, wo die Wage noch gleichstand, und der daher sie nothwendig machte. Müßtees ja seyn, daß der König ihrer Religion enteisten wür-de, so wünschten sie wenigstens diesen Zeitpunkt so weithinaus zu schieben, bis sie hinlängliche Maasregeln ge->nommen hatten, um sich den Katholiken und ihremneuen Herrn furchtbar zu machen. Ihre größte Vor-sicht sollte darin bestehen, sich eine so große AnzahlStädte einräumen zu lassen, so günstige Edicte zu er-langen, und so viel andre Sicherheiten zu nehmen, daß'dcr König, so katholisch er immer seyn mögte. durchseine eigne Politik und seinen Vortheil gezwungen wür-de, sie zu schonen. Nach diesem Ziel richtete der Her-zog von Bouillan, der die Seele aller Bewegungen derHugenotten war, alle seine Absichten, und dazu bedienteer sich der 5 oder 6oa deutschen Reiter, die ihm zu.Geboth stunden. Bey dem geringsten Anlaß zur Amzusriedenheit, oder vielmehr, so oft es ihnen einfiet, sah