erprobt war, und höchstens noch der Englischen Trup.pen, welche es redlich zu meinen schienen, so diente derganze Rest der königlichen Armee, Reformiere, Katho-lische und Fremde, ihm ohne Zuneigung und oft mitWiderwillen. Die Meisten wünschten mehr als sie esfürchteten, ihn einen beträchtlichen Verlust leiden zusehn. Troß dieser schlechten Gesinnungen gegen ihrOberhaupt gab es Gelegenheiten, wo alle diese Leute sichgleichsam gezwungen fühlten, ihn zu unterstützen undihre Schuldigkeit zu thun. So gieng es bey demAngriff auf den Herzog von Guise, bey dem Schar-mützel des Holzes und dem Gefecht, das darauf folgte.Dasselbe würde bey dem Angriff des Lagers erfolgt seyn,wenn der Prinz von Parma uns darin erwartet hätte,denn in solchen Augenblicken ließ die Schnelligkeit die-ser Unternehmungen, welche der König alle an einanderzu ketten wußte, weder ihrem einmal erhitzten Muth dieZeit sich abzukühlen, noch ihrem Geist die Muße, zuseiner ersten Denkungsart zurück zu kommen; über-dem ist auch das Betragen einer kleinen Anzahl tapfrerLeute allein fähig, überall Wetteifer zu verbreiten undein ganzes Heer mit fort zu reisten, wenn es nur Ein-mal die Waffen in der Hand hat. Aber wenn auchdieser Rausch und diese Hitze einmal vorüber sind, dannerwachen die ersten Ideen mit verdoppelter Starkewieder; und freilich mußten sie hier alle Köpfe verkeh-ren, weil diese Leute jezt alle fühlten, daß sie grade dasEngegengesetzte von dem gethan hatten, was sie haktenthun wollen.
Diese schlimme Ueberlegung beschäftigte unglück-licher Weise die Häupter der Armee, als der Königdarauf antrug, den Prinzen von Parma zu verfolgen.Die Katholiken hatten vor kurzem öffentlich erklärt,daß wenn der König nicht binnen einer gewissen Zeit,die man ihm vorschrieb, die reformirte Religion ab-
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