, vlle unsre Anfälle aus, bis alle Truppen aus diesemQuartier das verschanzte Lager erreicht hatten. Erverlohr 6 bis 700 Mann dabey, fast alles regulirteTruppen. Das größte Unglück war aber, daß in dem> Augenblick, wo er mit seiner Person bezahlte, und» s zeigte, daß er eben so gut sich zu schlagen als zu befeh-z len verstand, er eine gefährliche Wunde am Arm bekam.
» Dies; Gefecht hatte bis in die Nacht gedauert.
, Statt nach einem so schön vollbrachten Tagewerk aufRuhe zu denken, wendete der König die nächtlichen, Stunden nur dazu an, sich noch größere Vortheilevorzubereiten. Er urcheilte, dak die feindliche Armee,n obgleich zahlreich und durch Verschanzungen bedeckt,
^ dennoch durch den Schrecken schon halb überwunden, und in ihrem Lager so eng zusammen gepreßt wäre,
. daß die Anzahl ihm mehr schädlich als nutzbar seyn^ müßte; er bedachte sich daher keinen Augenblick, siein ihren Linien zu überwinden zu suchen. Diese Schnel-ligkeit, womit er zu Werke gieng, war bey ihm nichtnur die Wirkung seines Natürels sondern auch dieFrucht des Lesens. Vorzüglich studirte er die Lebens-^ geschichten Scipios und Caesars, dis er über alle Hel-^ den des Alterthums schätzte. — Noch wahrend der
§ Nacht läßt er sechs Kanonen vorrücken und auf die
^ Verschanzung des Lagers richten, um mit AnbruchE, des Tages sich ihrer bedienen zu können. Er besucht
^ seine ganze Armee, und richtet alles ein, damit sie
^ sich zu eben der Stunde und auf demselben Platz in
^ Schlachtordnung versammlet finde. Seine Befehle
, werden auf das pünktlichste befolgt, und das Glück
, seiner letzten Unternehmungen giebt jedem seiner Wor-
^ te ein Gewicht, welches auch die aufrührischsten Köpfe
^ gelehrig macht.
^ Hier aber kann ich dem Prinzen von Parma
^ die größten Lobsprüche nicht versagen, wegen einer^ N. Denkwürdigk. I. B. Q That,