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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
238
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hier oder da eine Blöße geben würde, um ihn zu über-fallen, wenigstens bei) seinem Rückzuge.

In der That ließ der Prinz von Parma, welcherbefüchtete, daß Rouen, von einer solchen Menge Men-schen umgeben, bald Mangel an Lebensmitteln leidennwgte, und dem man täglich vorstellte, daß gar keineGefahr dabey wäre sich auszubreiten, einen Theil seinerTruppen nach Pont - Audemer vorrücken: d' Hacquevilleüberlieferte ihm auf eine ziemlich feige Art diese Stadt;der König schien sich gar nicht darum zu bekümmern.Er that auch, als ob er die Absichten des Feindes aufAndebec an der Seine unterhalb Rouen, welches die-ser Stadt vielen Abbruch that, nicht merkte, und ließes ruhig wegnehmen, indem er versäumte dem Gouver-neur desselben, la -Garde, Hülfe zu schicken. Er sahmit Vergnügen, daß die Feinde nach diesen beiden Er-oberungen, durch die Bequemlichkeit der Quartiere undder Lebensmittel angelockt, sich so weit als möglich unter-halb Rouen an dem Flusse ausbreiteten. Zwar arg-wöhnte der Spanische General immer irgend eine ge-heime Absicht unter dieser Unthätigkeit, von der erHeinrichen stets so entfernt gefunden hatte, und es istaußer Zweifel, daß er nicht so viel gewagt haben wür-de, wenn er der einzige 'Anführer dieser Armee gewesenwäre. Aber er verließ sich auf die Versicherung seinesKollegen, des Herzogs von Mayenne, der damals inRouen krank lag, daß ihm durchaus kein Schaden dar-aus entstehen könnte. Er mußte freilich voraussehen,daß diesem die Lage und das Innere des Landes besserbekannt wäre.

Der König beschloß jezt, da er sah, daß der Feind,gleichsam selbst seinen Absichten entgegen kam, die Aus-führung derselben zu beschleunigen. In weniger alsacht Tagen hatte er 20,002 Mann zu Fuß und 8,020 zu'

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