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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
237
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'gekommen zu seyn. Er wußte wohl daß niemand kühngenug seyn würde, ihn unter den Mauern dieser Stadtumgreifen zu wollen. Seine Absicht war, etwa sechsWochen daselbst zu verweilen, um seine Armee in die-ser Zeit zu erfrischen, und dann über Neuf-Chatcl,Aumale, Saint-Vallry undPontdormy nach derSom-me zurück zu kehren. Er schränkte alle Unternehmungendieses Feldzugs darauf ein, die Hauptstadt der Nor-mandie und die übrigen Ligistischen Städte in den Standgesetzt zu haben, daß sie die Armee des Königs nicht zufürchten brauchten. Heinrich merkte seine Absicht, aberer bestand nicht eigensinnig daraus, einer so gut postir-ken Armee die Spihe bieten zu wollen, sondern ließden Prinzen von Parma seines Triumpfs sich freuen,ünd suchte ihm eine andre Falle zu bereiten. Er ließseine ganze Armee auseinander gehen, als ob er sie jeztnicht mehr brauchen könnte, oder als ob ihn die Noth-wendigkeit dazu zwänge. Ein Theil derselben wurdem Arques, Dieppe, Gournay, Andely, Gisors, Mag-ny und andre entferntere Orte verlegt; ein andrer Theilbekam Mante, Meulan und die umliegende Gegend zuseinen Quartieren. Der Ueberrest wurde um Pont-de-l'Arche, Evreux, Passy, Vernon, Conches undBreteuil zerstreut; er selbst nahm seinen Standpunktzu LouvierS. Der Anschein rechtfertigte dieß Betragen.Es wäre unmöglich gewesen, länger einer so zahlreichenArmee Tlnterhalt zu verschaffen, wenn sie beysammenblieb. Aber durch die Vercheilung seiner Quartiere,besonders der letzten, wohin er seine besten Truppen ge-legt hatte, und vermittelst des Versprechens, das etvon den Offizieren genommen hatte, sich auf den erstenBefehl zu Pont de l' Arche zu versammlen, war esihm leicht, seine ganze Armee in kurzer Zeit beysammenzu haben, und er hoffte durch seine Entfernung denSpanischen Feldherrn so sicher zu machen, daß er ihm

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