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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
236
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Er war bis in eine Ebne gekommen, welche derFeind postiren mußte; er erwartete ihn hier, und sobald er erschien ließ er dem Prinzen von Parma dieSchlacht anbieten. Dieser nahm sie dem Anscheinnach mit Freuden an, ob er gleich innerlich weit davonentfernt war. Er fürchtete sich, gegen einen solchenFeldherrn, wie er Heinrichen hakte kennen lernen, sei-nen Ruf, als der geschickteste Kriegsmann in ganz Eu«roxa, den ihm eine Reihe schöner Handlungen unterseinen Anhängern erworben hatte, aufs Spiel zu sehen.Da er sich in einer Lage befand, wo er zum Treffen ge-zwungen werden konnte, so wendete er, um eS zu ver-meiden , seine ganze Kunst in den geschicktesten Bewe-gungen an. Er ließ die besten Truppen aus seinem FuS«Volk vorrücken, und bildete aus ihnen eine Fronte inSchlachtordnung, hinter welcher er seine Reiterey stell-te. Hinter dieser Infanterie über, die völlig in derVerfassung zum Treffen da stand, und die nur dasZeichen zum Angriff zu erwarten schien, marschirte dieganze Kavallerie, der Rest des Fusvvlks und alles Ge-päck nach den engen Passen ab, die seinem Lager zumAusgang dienten. Durch Hügel und lange Anhöhenbedeckt, welche der Prinz von Parma sich treflich zu Ruhezu machen wußte, waren sie bald der königlichen Armeeunerreichbar, wo man kein Wort von dem wußte, washinten im feindlichen Lager vorgieng. Die Fronte vonInfanterie, die gar keine Tiefe hatte, nahm zulezt den-selben Weg, als die andern, und in 24 Stunden waralles verschwunden, ohne daß es wegen des unebnenvon engen Passen und tiefen Thälern durchschnittnenBodens möglich gewesen wäre, den Feind auf seinemRückzuge zu beunruhigen oder nur seinem Nachtrab beyzu kommen.

Der Prinz von Parma war sehr zufrieden, so ohneden geringsten Verlust bis vor die Thors von Rouen

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