herabzufahren, und ruhiger in der That, als wenn ergewußt hatte , was für Leute er unten antreffen würde.S^ine vordersten Trupps, die in das Städchen, hineinkamen, wunderten sich nicht wenig, so gute Gesellschaftdaselbst zu finden. Weil aber die Kalte sehr heftig war,so hatten die Feinde ihre Waffen und ihre Piken abge-legt, und sich um ein großes Feuer yerumgelagert,dieß gab den 50 Reitern Zeit mit verhängtem Zügeldavon zu eilen. Sie fiohen aber nicht nach der Seitezurück, wo ihr Anführer herkam, sondern sie sprengtendurch den ganzen Flecken durch und eilten zu der ent«gegengesehten Gaße hinaus, und bekümmerten sich we-nig darum, was aus dem Herzog werden würde, dergrade damals mit feinem Wagen in dem tiefsten Ortedes holprichten und steilen Weges am Abhang desHügels steckte. Hier hörte er die Flintenschüsse, diedie Feinde seinem Vortrab nachschickten: der zweiteHaufen kam zu gleicher Zeit, ihm Nachricht von demFeinde zu geben, dieß geschah aber mit so vieler Be-stürzung, daß Nevers vor Schrecken erstarrte, unddießmal sich entschloß zu eilen. Er warf Muff und Pelzvon sich, wobei) er nicht unterließ alle Augenblicke derHenker! zu rufen, und mit seinen Leuten zu zanken,die nicht geschwind genug kamen um ihn aus dein Wagenzu helfen Durch das alles aber wurde die Kutschenoch nicht wieder los , welche man endlich rückwärts bisoben auf den Berg wieder herau»sch>eben mußte, wo sichder Herzog abermals Hineinsehre, und etwas geschwin-der als im Schritt sein letztes Nachtquartier wieder er«reichte. So gut unterstühten wir den König bey dieserGelegenheit; ein lächerlicher Streich, wöbe») die Furchtweit größer war als die Gefahr, denn es wurde keineinziger Mann dabe») verlohren.
Der Prinz von Parma hatte aber durch diesewichtige Unternehmung gelernt, mit was für einein
Fein-