die nöthigen Vorräthe zu einer Belagerung anzuschaf-fcn, die so wohl wegen der Festigkeit des Orts alsauch wegen der Stärke der Besatzung nicht anders alslange dauren konnte. Der Marquis von Viilars, durchseine Geschicklichkeit und durch seine Tapferkeit gleichbekannt, hatte sich mit dem Sohn des Herzogs vonMayenne in der Stadt eingeschloffen, vest entschlossen,sich unter ihren Trümmern zu begraben. In depThatvergiengen auch von dem Tage, wo wir vor ihren Mau-ren ankamen, bis uns der Prinz von Parma nöthigts,die Belagerung aufzuheben, beynahe sechs Monaths,und, was das schlimste war, sechs Wintermonathe;denn in den ersten Tagen des Oktobers wurde die Stadteingeschloffen, und wir verließen sie am folgenden zwan-zigsten März, nach Anstrengungen von Seiten der Be-lagerer, und einem Widerstand der Belagerten, vonwelchen ich einige Proben anführen will.
Die Belagerer wurden in verschiedne Quartierevertheilt. Der König hatte das seinige zu Darnekal;meine Kompagnie stand zu Fresne-l' Esplen, ich kamaber selten dahin, weil der König mir die Ehre erzeigthatte, mir eine Wohnung in seinem eignen Quartieranweisen zu lassen, wo ich auch gleich mich einrichtece,um ziemlich lange da zu bleiben. Ich war fast immerrntweder um ihn selbst oder bey dem Marscball vonBiron. Es zeigte sich gleich von Anfang ein solcherWetteifer unter den Offizieren, um angeilellt zu wer-den, daß der König, um allen Streit zu vermeiden, dieZeit und Dauer des Dienstes eines Jeden bestimte, unddabey erklärte, er würde selbst allemahl den vierten Tagmit den 2 bis Zoo Edelleuten, die stets um seine Per-son waren, in den Laufgräben aufziehen. Ich hattemir vorher Mühe gegeben, einen Posten bey dem Ge-schütz zu erhalten, wohin mich meine Neigung so heftig
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