näht. Ich brauchte sehr nothwendig Geld, bis ichmein Getreide von Bontin und mein Holz und Heu vonRoßny verkauften konnte. Der König schenkte mir die-se Summe und fand ein besonders Vergnügen an derErzählung der Begebenheit des armen de Fourges;Bellengreville aber und mein Bruder wußten mir destoschlechtem Dank dafür. — Ich komme jezt zu der Be-lagerung von Rouen.
Der König hatte sich noch nie an der Spihe einerso ansehnlichen Macht gesehn. 4,000 Engländer, un-ter der Anführung Roger Williams, waren schon zuihm gekommen, und man erwartete in kurzem ein zwei-tes Korps aus dieser Insel, welches auch wahrend derBelagerung, unter den Befehlen des Grafen von Essex,Ministers und GünstlingS der Königin Elisabeth,anlandete. Die vereinigten Niederlande unterhieltendem König zwey Regimenter, und hatten außerdem auchnoch eine wohl ausgerüstete Flotte von 50 Seegeln andie Küste der Normandie geschickt, auf welcher 2500Soldaten waren, dieGraf Philipp von Nassau komman-dirte. Dem Herzog von Bouillon, diesen Namenführte der Vikomte von Turenne seit seiner Vermah-lung, waren seine Unterhandlungen in Deutschland sogut gelungen , daß er 5 bis 6,200 Mann Reirer undeinige Kompagnien Landsknechte mitgebracht hatte, wel-che alle der Prinz von Anhalt anführte. Diese frem-den Hülfsvölker nebst 6,002 Schweißern, dis derKönig in seinem Sold hatte, den verichiednen Ver-stärkungen , welche aus einigen Orten in der Norman-die und auch aus andern Provinzen zu ihm stießen, undden katholischen und protestantischen Truppen, überdie er gebieten konnte, machten ein Heer von 42,000Mann aus. Caen und die andern vornehmsten Städ-te der Provinz übernahmen es, alle Lebensmittel und