te. De - Fouraes, derselbe, von dem ich schon Gelegen-heit gehabt habe zu reden, gab mir eines Tages Nach-richt, daß ein großes Fahrzeug, dessen Ladung aufZO.ooo Thaler in Golde geschätzt würde, vor wenigTagen den Scrohm hinauf nach Paris zugegangenwäre, und daß ei» anders kleineres Schiff in kurzemden Werth dafür an Gelde von Rouen zurück bringensollte. Er konnte es recht gur wissen, weil sein eignerVater das Geldschiff führte. Ich ließ ihm so gut auf-passen, daß er in meine Hände fiel, aber ich sah mitnicht geringer Verwunderung, daß er Paßporrs vonBellengreville dem Gouverneur von Meulan, und vonmeinem Bruder zu Manie hatte. Beide hüteten sichindessen, mir etwas davon zu sagen, und ich ließ auchohne sie zu fragen das Schiff mit seinem Führer nachMante bringen. Hier öfnete ich zwey große Ballen,worin ich die 50,000 Thaler baar zu finden hoffte; daich aber'nichts darin fand, als einige Stücken Goldrund Silberdrat, und Spanische Seide, so drohete ichdem Schiffsherrn, ihn ins Gefangniß setzen zu lassen.Dieß wirkte so viel bey dem alten de Fourges, daß ermir für Z6,ooT Thaler Wechselbriefe überreichte. Erwollte mich überreden, daß nicht mehr aus den Waarengclöset worden sey, indem er sich aber mit heftigen Ge-stikulationen vertheidigte, zerriß das Gewicht des Gel-des seine Taschen. Alles rollte nun heraus, und derFusboden war in einem Augenblick mit Sonnentbolen»bedeckt. Vielleicht hatte er gehost, diese Summe zuseinem Vorteil auf die Seite zu bringen, vielleicht glaub-te er sie auch nirgends so sicher verwahrt, als in seinenTaschen; aber man denke sich seine Verwirrung. Ichmachte mich noch einige Augenblicke darüber lustig, in-dem ich ihn nöthigte, im Zimmer auf und ab zu gehen,dann aber ließ ich ihn durchsuchen, und es fanden sichnoch 7,ooO Thaler in Golde in seinen Kleidern ver-O 2 näht.
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