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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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len des größten Theils der Städte in Normandie ver-sichert, verließ er Mante, welches er seit einiger Zeitzu seinein Aufenthalt gewählt, und zu einer kleinenHauptstadt gemacht hatte, wo sein Hof und sein Staats-rath sich aufhielt, und ließ die Truppen nach Rouen zuabmarschiren. Wahrend der Zeit, daß die Vorberei-tungen zu dieser wichtigen Belagerung fertig gemachtwurden, that Heinrich in geheim eine Reise nach Com-piegne, deren wahre Ursach die Liebe war, ob er gleichdie Welt überreden wollte, es geschehe blos, um vondort aus nach Deutschland zu schicken und Reiter wer-ben zu lassen. Der Vikomte von Turenne übernahmdieses Geschäft, aus Dankbarkeit, weil der König seineVermählung mit Mademoiselle de Sedan, der einzigenTochter und Erben des verstorbnen Herzogs von Bouil-lon zu Stande gebracht, und, da sie in diesem Jahrevollzogen wurde, mit seiner Gegenwart beehrt hakte.Ich für mein Theil war es ganz zufrieden, daß dieseAbwesenheit des Königs mich noch einige Zeit zu Man-ie den Umgang der Frau von Chmeaupers genießen ließ,die ich vor kurzem durch einen Zufall hatte kennen ler-nen, und zu welcher ich mich immer mehr und mehrdurch eine so starke Neigung hingezogen fühlte, daß ichanfieng auf eine zweite Heirath zu denken.

Da Paris und Rouen für aufrührische Städte er-klärt worden waren, so hatte der König ausdrücklichverbothen, mit ihnen Handel zu treiben, oder ihnenWaaren und alle Arten von Lebensmitteln zuzusühren;aber wie in allen Dingen, so auch hierin, wurden seineBefehle sehr schlecht befolgt. Die Befehlshaber derPässe, besonders an der Seine herunter, ließen sichdurch die ungeheuren Summen, die ihre Nachsichtihnen einbrachte, gewinnen, und gaben fast ganz öffent-lich den Kausteuten und Schiffern die nörhigen Paßpor-te.