2O§
der auf den Wallen Wache hielt, Unterdeß der Andrebey der Person des Königs blieb. Ich gieng nachherein wenig zur Ruhe, bis Bellengreville, den ich abge-schickt hatte, um außerhalb der Stadt die Bewegungender Feinde zu beobachten, zu mir kam, und mir disNachricht brachte, daß der Herzog von Mayenne, sobald er erfahren hatte, daß gestern Abends ein KorpsTruppen unter Anführung des Königs selbst nach Maa-te gekommen sey, so gleich geurtheilt habe, seine Ab-* sicht sey entdeckt und daher. Nachdem er schon bis Bouk-
genville gekommen war, wieder umgekehrt wäre. Ichführte ihn zu dem Könige, dein er dasselbe bekräftigte,Und um die Wahrheit seiner Aussage zu beweisen, zwei)Karren voll Seile und andre ähnliche Werkzeuge vor-zeigte, welche die LigeurS im Felde hatten liegen lassen,um sich desto eiliger zurück zu ziehen, weil sie schon> glaubten den König an ihren Fersen zu haben. Die
^ Sache-wurde nun ruchtbar, und man konnte die ver-
lohrne Gelegenheit nicht wieder ersehen, weil die Sol-daten, dis von beiden Seiten entkamen, nicht schweigenkonnten.
Zu Louviers in Aber - Normandie war der Königglücklicher. Diese Stadt hatte einen Priester in ihremSold, welcher von dem höchsten Kirchthurm, den ernie verließ, die genauste Wache hielt. So bald er ir-gend Jemanden im Felde entdeckte, und wär' es auchnur eine einzige Person gewesen, so zog er gleich einsgewisse Glocke und steckte an der Seite, wo er ihn kom-men sah, eine große Fahne heraus. Man hatte Hostmmg seine Treue in Versuchung zu führen, und in derThat ließ er sich auch durch 200 Sonnenthaler und dasVersprechen einer Pfründe von zooo Livres Einkünf-ten bestechen. Man Mußte Nun noch Jemanden vonder Besatzung gewinnen. Dieß unternahm der Herr
dv